Beispiele
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Bildende Kunst
(eingeschränkt das gerade entdeckte Bild von Rubens: Das Massaker der
Unschuldigen
Darstellungen des gekreuzigten Jesus oder flugblattartige Illustrationen der
Hexenverfolgungen reichen da nicht, hier muss ergänzt werden)
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Musik
„Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, Text von Adelheid Wette
Obwohl der Ausgangskonflikt im Vergleich zum Grimmschen Märchen abgemildert
wurde, wird der beispiellose Überfluss der Hexe der existentiellen Armut der
Kinder gegenübergestellt. Der Tod der Hexe ermöglicht den Menschen ein
sorgenfreies, gemeinsames Leben.
Es geht nicht darum, über Humperdincks populäre Märchenoper den Bann zu
sprechen, aber vielleicht gelingt es, musikalisch und/oder szenisch den oben
beschriebenen dramatischen Ablauf aufzubrechen, eine das kleine und große
Publikum zum Nachdenken anregende Ergänzung zu schaffen.
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Theater
die sozusagen „klassischen“ Stücke zu diesem Thema:
Bertolt Brecht: Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
(UA 1936), eine Art Warnstück um Rassismus und Judenverfolgung; die Spitzköpfe
rotten unter Führung des demagogischen Schädelverteilers Iberim die Rundköpfe
aus; der Pächter Callas versteht es, sich zwischen den Fronten opportunistisch
zu arrangieren.
Max Frisch: Andorra
(UA 1961), in einem fiktiven Land Andorra täuscht der Lehrer den Mitbürgern
vor, sein Sohn Andri sei ein jüdisches Pflegekind. Er will das Vorurteil gegen
Juden ad absurdum führen. Alle sprechen in Andorra von Toleranz, lassen aber am
vermeintlichen Juden Andri ihre kleinen Bösartigkeiten ab. Als eine Frau aus
dem faschistischen Nachbarstaat (Andris Mutter, ihm unbekannt) getötet wird,
gibt man Andri die Schuld. Andorra wird vom Nachbarstaat besetzt und alle Bürger
müssen sich einer „Judenschau“ unterziehen. Andri wird als Sündenbock
vorgeschoben und hingerichtet. In Zwischenszenen müssen sich die Andorraner
nachträglich rechtfertigen und bestreiten jede Schuld.
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Lyrik
"Vordruck" von Erich Fried

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weitere Anregungen bitte an Martin.Wolfram@gmx.de